Montag, 28. September 2026

28 Jahre. 314.000 Kilometer. Eine Audi-Fahrerin.



Und ihr Audi A4 fährt immer noch. Zusammen mit seiner Anneliese, die ich zufällig in Würselen, einem Ort in der Nähe von Aachen getroffen habe.


Mein Blick ruhte ein wenig zu lange auf ihrem Wagen, weil er mich an den silbergrauen Audi 100 erinnerte, mit dem meine guten Freunde großartige Strecken und Erlebnisse gesammelt haben.

Kopf ist entfernt, da ich auch das Recht am eigenen Bild
im Jahr 1993 respektiere.


Als sie fragte, was denn sei, kamen wir ins Gespräch.

Natürlich finde ich autonome Fahrsysteme spannend (neue Story in Arbeit).

Echte Begegnungen mit "Anneliese Fahrsystemen" sind jedoch noch spannender.

Wir unterhielten uns über ihren Audi in wunderschönem British Racing Green, bemerkenswert gut erhalten – und ohne Rost.

Montag, 21. September 2026

Was eine Stunde Schweigen verändert hat

 


Eine Stunde geschwiegen. Viel über meine Freunde erfahren. Und noch mehr über mich.

„Attila, jetzt halt doch einfach endlich mal den Mund.“

Wir saßen beim Sonntagsbrunch. Frische Brötchen, duftender Kaffee, Freunde und deren Freunde. Die Gespräche gingen von einem Thema zum nächsten. Und ich konnte zu fast allem etwas beitragen: eine Erfahrung, eine Anekdote, eine Geschichte über jemanden, den ich kenne.

Ich bin neugierig, interessiere mich für vieles und erzähle gern. Wenn jemand etwas anspricht, entstehen bei mir sofort Verbindungen. Dazu habe ich etwas gelesen. Etwas Ähnliches habe ich erlebt. Darüber könnten wir doch noch sprechen.

Ich dachte, damit bringe ich das Gespräch voran.

Dann fiel dieser Satz. Und die Erklärung hinterher: Es sei anstrengend, mir zuzuhören. Ich würde immer wieder mich in den Mittelpunkt stellen. Auch dann, wenn meine Geschichten von anderen handelten.

Das war nicht das erste Mal, dass ich so etwas hörte. Aber diesmal erschrak ich über mich selbst. Ich merkte, dass an dieser Rückmeldung etwas stimmte.

Dienstag, 15. September 2026

Zwischen Kehrwoche und Ketzerei: Wie Luksan Wunder aus einem Schwarzwälder Archiv die deutsche Sprache stürzte

Das Good Luk-sing Wunder Ensemble


Beim Versuch, den eigenen
Text richtig flash auszusprechen?
Es ist das Jahr 2015. Nebelschwaden hängen über den dichten Wäldern des Schwarzwalds. Nahe der Universitätsstadt Freiburg im Breisgau – der inoffiziellen Welthauptstadt des linksgrün-versifften Dinkel-Bürgertums – liegt ein abgeschiedenes, jahrhundertealtes Kloster. In dessen staubigem Archiv arbeiten zwei studentische Hilfskräfte: Sandro De Lorenzo Gardinal und Charlotte Hübsch.

Eigentlich haben die beiden den drögen Auftrag, alte, ledergebundene theologische Schriften zu digitalisieren. Aber es ist anstrengend. Sandro, der sich in Freiburg sonst in der lokalen Musik-, Rap- und Freigeist-Szene herumtreibt, und Charlotte, die heimlich ihre Stimme für Schauspiel und Sprechkunst trainiert, sind unterzuckert. Das vegane, glutenfreie Lupinen-Vesper von der Dreisam-Wiese ist längst verdaut. Ihre einzige Qualifikation zu diesem Zeitpunkt: Sie können beide extrem ernst schauen, während sie absoluten Quatsch im Kopf haben.




Sonntag, 13. September 2026

Da gehst Du jahrelang vorbei. Und dann steckt ein Bunker drin.


Zum Tag des offenen Denkmals: CRIFA in der Elsaßstraße und Eisenbahngeschichte zum Vormerken.


Bunkerforschung in der Kölner Bodestraße


Man kennt sein Veedel. Weiß, wo es guten Kaffee gibt, welche Ampel grundsätzlich zu lange rot bleibt und wo seit gefühlt drei Stadtverwaltungen dieselbe Baustelle steht. Und dann erfährt man, dass sich hinter einer unscheinbaren Häuserfront ein fünfgeschossiger Hochbunker verbirgt.

Köln schafft es zuverlässig, meine Neugier beschäftigt zu halten.

Heute, am 13. September 2026, ist Tag des offenen Denkmals. Das Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Dazu passen zwei Themen, bei denen ich gerne genauer hinschaue: historische Schutzbauten und die Verbindungen, die unsere Region zusammengebracht haben.

Mittwoch, 9. September 2026

Ich wollte schon vor der Apple-Keynote ein neues iPhone. Jetzt bin ich enttäuscht – und will zusätzlich eine Sony-Kamera.

Ausgerechnet die neue Kamera des iPhone 18 Pro enttäuscht mich. Aber anders, als du denkst.

Meine Geräte-Sammlung bis es 2007 hieß "one more thing"


Wer sich vom neuen Apple-Chef John Ternus mehr überraschende Produkte in höherer Schlagzahl versprochen hat, dürfte nach der Keynote vom 9.9.2026 erst einmal ernüchtert sein. Natürlich entsteht ein Produktprogramm nicht in seiner ersten Woche als CEO. Einen Aufbruch hatte ich mir trotzdem gewünscht. Apple zum Führungswechsel

Meine Wunschliste bleibt offen: eine alltagstaugliche AR-Brille, die versteht, was ich sehe, und mir Wünsche möglichst von den Augen abliest. Oder neue AirPods Pro mit zusätzlichen biometrischen Funktionen und Mini-Kameras. Das wären die Überraschungen gewesen, auf die ich gehofft hatte.

Mit Leica vor Louve - as artsy as hell
Stattdessen: konsequente Weiterentwicklung und Apples Einstieg in eine Produktkategorie, die die Android-Konkurrenz seit Jahren verkauft. Samsung brachte sein erstes Galaxy Fold 2019 auf den Markt. Ein faltbares iPhone kann hervorragend umgesetzt sein. Die Idee wird durch ein Apple-Logo aber nicht plötzlich neu. Samsung zum damaligen Marktstart

Doch mich beschäftigt als Fotograf vor allem eine andere Ankündigung: Apple Reference Image. Gute Technik, offene Fragen – und für Europa eine ziemlich bittere Fußnote.



Wenigstens ist die Kaufentscheidung gefallen

Mein iPhone 13 Pro kommt in die Jahre. Apple hat mir die Wahl seines Nachfolgers immerhin leicht gemacht.